Sortenentwicklung hat in Südtirol eine lange Geschichte – und eine klare Zukunft. Mit alpoma wird die erfolgreiche Arbeit des Sortenerneuerungskonsortiums Südtirol (SK) fortgeführt und zu einer gemeinsamen Plattform für Innovation und Zukunftsfähigkeit weiterentwickelt.
Sortenentwicklung in Südtirol
Vom SK zur alpoma
Der Südtiroler Obstbau blickt auf eine jahrhundertealte Tradition zurück – erste Exportverbindungen über den Brenner sind bereits im 18. Jahrhundert dokumentiert. Mit der Gründung erster Obstgenossenschaften ab 1893 und später der Verbände VOG (1945) und VI.P (1990) wurde die Professionalisierung der Branche gezielt vorangetrieben.
Ein wesentlicher Meilenstein war die Gründung des Sortenerneuerungskonsortiums Südtirol (SK) im Jahr 2002 durch VOG und VI.P. Ziel war es, weltweit neue Apfelsorten mit hohem Marktpotenzial zu identifizieren und unter Südtiroler Bedingungen strukturiert zu prüfen – wissenschaftlich begleitet durch das Versuchszentrum Laimburg, den Südtiroler Beratungsring und weitere Partner.
Seit März 2025 ist das SK vollständig in die neue Struktur der alpoma überführt. Die Sortenentwicklung wird dort mit unverändertem Anspruch weitergeführt: neue, marktfähige Sorten zu identifizieren, zu prüfen und erfolgreich in die Praxis zu bringen.
Sorteneinführungen
Neue Sorten für die Märkte
Die durch das SK initiierte Sortenstrategie konzentriert sich auf marktrelevante Eigenschaften wie herausragenden Geschmack, Lagerfähigkeit, Nachhaltigkeit sowie die Eignung für den integrierten und biologischen Anbau.
Diese Sorten wurden gezielt nach Kriterien wie Krankheitsresistenz, Lagerfähigkeit, Geschmacksprofil und Markenpotenzial ausgewählt – in enger Zusammenarbeit mit internationalen Züchtungsprogrammen, Rechteinhabern und Marktexperten. Heute entfällt bereits mehr als ein Viertel der Südtiroler Anbaufläche auf vertraglich geschützte Sorten mit klarer Marktstrategie.